Große Panoramarunde - Diez - Limburg - Diez

Strecke: 15,8 km / 4-5 Std. Rundwanderung, Ausgangspunkt/Ziel: Bahnhof Diez

Eindeutiger Schwerpunkt dieser Tagestour ist die Altstadt von Limburg mit ihren malerischen Fachwerkgassen, historischen Plätzen und dem Dom.

Als Kontrast zur Enge einer mittelalterlichen Altstadt erleben Sie auch das Lahntal, das sich zwischen Diez und Limburg zum Limburger Becken weitet.

Und wer mit Limburg noch nicht genügend Altstadt-Ambiente erlebt hat, kann sich dies zum Abschluss auch noch einmal in Diez gönnen und einen ausführlicheren Schlenker um den Schloßberg machen.

Wegbeschreibung

Den Bahnhof Diez verlassen Sie durch den Hauptausgang, gehen links die Bahnhofstraße und biegen gleich rechts in die Lorenzstraße. Am Ende steigen Sie weiter aufwärts in die Louise-Seher-Straße und nehmen am Übergang zur Parkstraße rechts den Serpentinenweg zur Hainstraße. Diese überquert man, um gegenüber in den Hain zu gelangen.

Hier kann man sich entweder immer links parallel zu den Straßen halten oder auch dem größeren Prinzenweg und anschließend dem Mittelweg folgen.

Beide Wege enden an der Lindenallee in der Nähe des Sportplatzes. Von der Lindenallee geht es dann links in die Schöne Aussicht-Straße, 1. rechts Sophie-Hedwig-Straße am Schloß- bzw. Kasernengelände abwärts zur Oraniensteiner Straße (rechts Zugang zum Schloss, für eine Besichtigung/Führung ist bei dieser Tagestour jedoch keine Zeit. Kommen Sie wieder!)

Schloß Oranienstein
Über dem hier steil zur Lahn abfallenden Hang, einem kleinen Felsplateau erhebt sich das barocke Schloß Oranienstein. Sein Hauptgebäude steht auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Klosterkirche. Die Ruine des Benediktinerinnenklosters verwandelten die Fürstinnen Albertine Agnes und Henriette Amalie in ein barockes Schloß. Heute gehört das Gelände der Bundeswehr und wird als militärische Liegenschaft genutzt. Zu festen Terminen werden Führungen durch das Schloß und das Museum Nassau-Oranien angeboten.

Folgen Sie der Oraniensteiner Straße kurz, biegen die 1. rechts In der Rebschule, dann durch einen kleinen Fußgängerdurchgang wieder die 1. rechts Zum Mühlchen ab. Nun befinden Sie sich auf dem Lahnradweg.
Man steigt weiter abwärts in die Lahnaue, passiert den imposanten Felsen des Schlosses Oranienstein und folgt nun durch die Felder der Beschilderung des Lahnradweges. An Wochenenden und in den Ferien zeigt sich, wie beliebt dieser Radwanderweg ist! Auf dem Rückweg werden Sie dagegen über weniger befahrene Wege der Lahnaue wandern.

Die Lahnaue weitet sich zum Limburger Becken, doch Ihr Weg bleibt weiterhin flussnah. Man nähert sich dem Schafsberg von Limburg mit dem Krankenhaus. Kurz vor der Straßenbrücke über die Lahn nach Staffel rückt von rechts erstmals der Dom in Ihr Blickfeld!

Durch eine Fußgänger- und Radfahrerunterführung unterwandert man die Brückenzufahrt. Weiter geht es durch Felder, vorbei am Klärwerk, unter einer Eisenbahnbrücke her, um dann nah am Lahnufer auf einem schmalen Weg (R 7/8 ausgeschildert) zu laufen.

Dieser Abschnitt gehört ebenso zum Lahnradweg: Da könnte es schon einmal eng werden! Man folgt nun dem Lahnufer, spaziert schließlich auf einem schönen Dammweg vorbei an Schrebergärten, unter der Brücke der B 54, vorbei an einem Busparkplatz – mit kleiner Infostelle für Touristen – und dem „Katzenturm“, einem Bau der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Parallel zu Stadtmauer und Lahn kommt man zur Alten Lahnbrücke.

Alte Lahnbrücke
Schon im 14. Jahrhundert ersetzte die erste Steinbrücke hier eine Holzbrücke. Die heutige musste nach Sprengungen durch deutsche Truppen 1945 teilweise rekonstruiert werden. Mit einem wehrhaften Brückenturm auf dem rechten Ufer kontrollierte und sicherte man einst die Zufahrt in die Stadt. Der Hl. Nepomuk sollte auf seine Weise dabei helfen.

Die Uferpromenade Am Steiger verlässt man bei der ersten Gelegenheit und steigt den Schildern zum Dom folgend in die Altstadt hinauf. Von „In der Erbach“ geht man vorbei an einem Hof des Klosters Eberbach die gepflasterte Gasse weiter hoch, um dann über Treppen zum Domplatz zu gelangen.

Dom
Seit 1827, nachdem der neue Bischof seinen Sitz in Limburg genommen hatte, ist die ehemalige Stifts- und Pfarrkirche St. Georg und Nikolaus auch Bischofskirche. Die Kirche, ein Meisterwerk der Spätromanik, wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts vollendet. Sie zeigt romanische Formen, die in ihren Dimensionen und dem „Zum Himmel Streben“ der Architektur schon den Geist gotischer Baukunst andeuten. Die fröhliche und historische Farbigkeit der Außenwände fehlt im Inneren, aber Reste von Fresken zeigen, dass die Kirchenwände einst bunter gestaltet waren.

An den Chor des Domes schließt sich die ehemalige Burg der Isenburger Grafen an. Ihr Weg führt Sie daran vorbei.

Limburger Schloß
Solch eine strategisch günstige Lage musste man als Landesherr für eine Burg nutzen. Schon im 7./8. Jahrhundert entstand die erste Anlage auf dem Domfelsen. Im 13. Jahrhundert geben die Isenburger Grafen der Burg vieles von ihrem heutigen Aussehen. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts ging die Herrschaft über Limburg an den Erzbischof von Trier über. Ab 1420 wohnten die Kurfürstlichen Beamten und Verwalter mit ihren Familien auf der Burg. In der folgenden Zeit wurde aus der Burg ein schlichtes Schloss.

Den Dom- und Schlossbereich verlassen Sie über den Weg und die Treppen, die an der Schlossmauer abwärts führen, weiter geht es über den Pfarrweg, Rossmarkt in die Kolpingstraße zur ehemaligen Franziskanerkirche.

Stadtpfarrkirche St. Sebastian
1223 wurde dieses Franziskanerkloster als eines der ersten auf deutschem Boden gegründet. Die einstige Klosterkirche verbindet heute Formen der frühen Gotik mit barocken Umbauten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, wie es u. a. an der mit Stuck und Gemälden geschmückten Decke des Kirchenraums zu sehen ist. Im Süden schließen sich auf dem ehemaligen Klostergelände die Gebäude des Bischöflichen Ordinariats an. Das Bistum Limburg existiert seit 1821.

Von der Kirche spaziert man über den Bischofsplatz in die Barfüßerstraße, geht nach links über den Kornmarkt, biegt rechts in die Fleischgasse und kommt zur Plötze. Diesen Platz verlässt man am unteren Ende, nimmt linkerhand die Grabenstraße und biegt gleich wieder rechts in die Hospitalstraße. Der weitere Weg führt Sie rechts in die Werner-Senger-Straße (Fußgängerzone), vorbei am Rathaus geht es die 1. links Diezer Straße zur Schiede.

Diese Hauptstraße (B 8, B 49 und B 54) verlässt man schnell wieder leicht rechts haltend mit der Parkstraße. Man passiert den Freiherr-vom-Stein-Platz, steigt „steil“ bergauf und folgt an der abknickenden Annastraße dem Fußweg, der am Waldrand entlang führt. Diese Richtung behalten Sie bei, überqueren die Joseph-Heppel-Straße, gehen an einer Schule vorbei und laufen am Ende des Schulhofs geradeaus in den Wald auf einen größeren Pavillon zu.

An diesem Pavillon stößt man auf den Jakobsweg, dem man nach links folgt. Über einen Wegestern, eine weitere Weggabelung hinweg bleibt man auf dem Jakobsweg, verlässt den Wald und befindet sich wieder am Rand der Lahnaue.

Mit Vorsicht geht es über einen unbeschrankten Bahnübergang, dann nach links kurz parallel zu den Gleisen, durch das Gelände einer Gärtnerei und verlässt nun den Jakobsweg beim 1. Feldweg links. Vorbei an einem Grundstück von Aquarienfreunden wandert man mit Blick auf die Justizvollzugsanstalt in einem ehemaligen Kloster durch Felder und Weiden.

Am 3. Feldweg, einem Grasweg, geht es nach rechts parallel zu einem kleinen Graben auf den Schloßberg Oranienstein in der Ferne zu. Auf diesem Wegabschnitt wandern Sie genau auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz! Auf dieser grünen Grenze geht es immer geradeaus auf Schloß Oranienstein zu bis Sie wieder an den Rastplatz des Lahnradwegs kommen, den Sie auf dem Hinweg vielleicht schon genutzt haben.

Nun folgen Sie aber dem Weg – neuer Lahnwanderweg bzw. auch Jakobsweg, der gleich hinter der Sitzgruppe durch den Wald ansteigt. Bei der Weggabelung an der „Dicken Buche“ halten Sie sich rechts hoch und kommen zum Aussichtspunkt „Teufelskanzel“. Folgen Sie weiter dem Lahnwanderweg/Jakobsweg!

So erreichen Sie eine historische Kastanienallee, die zum Schloß Oranienstein gehört – heute aber vor dem Zaun des Kasernengeländes liegt.

Mit dieser Allee befinden Sie sich auch auf dem „Bleib-gesund-Pfad“, einem Fitness-Parcours durch den Hain. Für ein Fleißkärtchen oder zum Ausgleich nicht belasteter Muskelpartien könnte man einige der Übungen am Wegesrand gleich noch mitmachen!

Halten Sie sich sonst auf dem Wanderweg immer geradeaus – vorbei an einem Spielplatz und einem Gedenkstein an Fürst Wilhelm V., der den Bürgern den Hain stiftete – und erreichen den Waldrand an der Lindenallee. Ihr folgen Sie nach links, gehen weiter zur Straße Schloßberg.

Vor dem Zugang zum Grafenschloß haben Sie die Auswahl: Wer gleich wieder zum Bahnhof möchte, nimmt die Schlosstreppe hinunter links in die Altstadtstraße, geradeaus weiter in die Wilhelmstraße und gelangt so zum Bahnhof Diez.

Wer noch nicht genug Historisches gesehen hat, entscheidet sich für den Weg Schloßberg, Pfarrgasse, Alter Markt und Altstadtstraße (siehe Tour „Kleiner Stadtrundgang“).

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Streckenmarkierung: Schriftzug wechselnd (Lahnradweg/Lahnhöhenweg/Jakobsweg/DL)
Lage: 15,8 km / 4-5 Std. Rundwanderung
Ausgangspunkt: Bahnhof Diez
Informationen: Tourist-Information Diez, Wilhelmstr. 63, 65582 Diez, Tel. 0 64 32 – 95 43 211
Ziel: Bahnhof Diez



Ausrüstung: Da Sie zur Hälfte der Rundtour durch Limburg spazieren werden, haben Sie reichlich Gelegenheit, sich ganz nach Geschmack mit etwas zum Essen zu versorgen oder auch einzukehren. Nur für die „Durststrecken“ in der Diersteiner Au sollte man Getränke dabei haben.

Diez, Holzappel

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Kontakt

Tourist-Information Diez
Wilhelmstr. 63
65582 Diez

Hotline: +49 64 32 95 432 11
e-mail: info@Urlaub-in-Diez.de