Walderlebnispfad im Diezer Vorderwald

Strecke: 2,5 km / Rundwanderung mit 17 Wissens- und Spielstationen, Ausgangspunkt/Ziel: Wanderparkplatz „Auf der Kiss“ im Diezer Vorwald

Informativ und auf spielerische Weise können hier kleine und große Leute vieles über den Wald erfahren. Erstaunlich, wie viele Wechselwirkungen dieses Ökosystem am Leben erhalten! Räumt der Mensch beispielsweise den Wald zu sehr auf, werden viele Pflanzen- und Tierarten in ihrer Existenz bedroht. 13 Porträts einheimischer Bäume begleiten Sie auf ihrem Weg und als schöne Rastplätze warten eine Schutzhütte und eine Grillhütte nahe beim Parkplatz auf die Waldforscher.

Wegbeschreibung

(1) Die Begrüßungstafel
Aus der Vogelperspektive gibt es hier einen guten Überblick über die Lage des Walderlebnispfads auf dem südlichen Stadtgebiet von Diez und auf dem linken Ufer der Aar. Bei geführten Wanderungen ist hier der Treffpunkt für die Gruppen.

(2) Der Stadtwald Diez
Mit seinen 41 ha macht der Stadtwald, auch Vorderwald genannt, etwa 23% des Waldbesitzes der Stadt Diez aus. Der Vorderwald besteht aus Mischwald, bei dem die Laubbäume, wie Buche, Eiche und Ahorn überwiegen. Die Rechte und Pflichten des Waldeigentümers werden aufgezählt.

(3) Die Aufgaben der Forstwirtschaft
Vom Wald wird viel erwartet: Die Wirtschaft braucht den Rohstoff Holz, die Waldeigentümer wollen Erträge erwirtschaften, denn auch der Unterhalt eines Waldes kostet schon Geld und schließlich wollen wir alle eine möglichst intakte Umwelt und Natur.
Ein artenreicher Wald, in dem es kreucht und fleucht, ist ein guter Ort sich zu erholen oder sich auch einmal so richtig in gesunder Luft sportlich zu betätigen.

(4) Die Aufgaben der Jagd
Auch wenn viele den Tieren im Wald nie mit einer Flinte zu Leibe rücken wollten, so ist die Jagd im Vergleich zur Haltung und Tötung von Nutztieren die naturnähere und schonendere Form, Fleisch für den Teller zu bekommen. Auf einem Hochsitz kann man seinen Blick trainieren und Tiere aus Holz im Unterholz entdecken und über die Gründe der Jagd philosophieren.

(5) Das Baumtelefon
Ohne Holz gäbe es viele Musikinstrumente nicht, denn dieses Baumaterial hat viele nützliche Eigenschaften. Wie gut es sogar leise Geräusche weiterleitet, kann man an dem Stamm des „Baumtelefons“ selbst einmal ausprobieren – wie ein Indianer mit dem Ohr am Holz!

(6) Das Waldxylofon
Musikalisches Vergnügen und unterschiedliche Klänge durch verschiedene Hölzer – das ist nicht nur für Kinder ein interessantes Experimentierfeld: Betätigen Sie sich doch auch einmal als „Wald-Mozart“!

(7) Die Hirschkäferburg
An dieser Station lernt man den größten Käfer Mitteleuropas kennen. Seinen Namen verdankt er einem „Geweih“. Das hat jedoch nichts mit dem Geweih anderer Waldtiere zu tun, sondern es ist der deutlich vergrößerte Oberkiefer des Käfermännchens. Reines Imponiergehabe der Natur! Damit will er bei den Weibchen und anderen Männchen Eindruck schinden.

(8) Die Waldfernrohre
Für eine neue Sichtweise auf den Wald und den besseren Durchblick!

(9) Die Jahresringscheibe
Was könnten Bäume nicht alles erzählen? Was passierte nicht alles in der Zeit zwischen 1877 und 2004, der Lebenszeit dieser Eiche? Die Jahresringe eines Baumes verraten vor allem vieles über das Wetter und Klima, über die Lebensbedingungen des Baumes, festgehalten wie in einem Zeitraffer.

(10) Brennholz – Heizstoff der Zukunft
… und der Vergangenheit! Als ältester Brennstoff der Menschheit wird er seit ca. 400.000 Jahren genutzt und erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit. Vor einem knisternden Holzfeuer zu sitzen, die wohlige Wärme zu genießen und den Geruch des Holzes wahrzunehmen, das kann auch heutzutage fiese Wintertage schön machen. Solche Atmosphäre schafft die Zentralheizung nicht!

(11) Die Schutzhütte
Ein Ort der Ruhe und des Nachdenkens, ein Schutz bei Regen und Wind oder einfach ein geschützter Rastplatz: zu Hause fühlen im Wald

(12) Sprunggrube und Waldmikado
Auf diesem Trainingsfeld für Weitspringer können sich Zweibeiner eigentlich nur blamieren. Manche Tiere machen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße entschieden größere Sprünge als der Mensch, verraten die Holztafeln. Oder sind Sie der nächste Weltmeister? Nebenan sieht es so aus, als hätten dort Riesen Mikado gespielt und nicht aufgeräumt. Eine hervorragende Gelegenheit, Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn zu trainieren.

(13) Der Barfußpfad
Unsere Fußsohlen sind nichts mehr gewöhnt, werden Sie schnell feststellen. Wagen Sie doch einmal diese nicht verschreibungspflichtige und kostenlose Reflexzonenmassage und spazieren hier mit nackten Füßen!

(14) Vogelarten im Vorderwald
Wo piept’s denn? Und wer? Am besten lässt sich mit einem Fernglas herausfinden, wer in diesem Lebensraum neben den allseits bekannten Amseln, Kohl- und Blaumeisen noch heimisch ist.

(15) Blick in die Landschaft
Stadt, Land, Fluss draußen gespielt. Der Fluss, die kleine Aar, ist von diesem Standort aus nicht zu sehen, aber das Panorama von alten Apfelbäumen im Vordergrund über Teile der Stadt Diez bis zum 322 m hohen Löwenstein im Hintergrund gibt ein schönes Bild von der Kulturlandschaft im Lahntal.

(16) Das Totholz
Ziemlich lebendig geht es im so genannten Totholz zu, denn für viele Pflanzen und Tierarten ist es ein wichtiger Lebensraum. Die abgestorbenen Bäume dienen vielen Insekten und Vögeln als Brut-, Aufzucht- und Überwinterungsraum. Aber auch Baummarder, Waschbär und Siebenschläfer gehören zu den Bewohnern des Totholzes. Weil der Mensch früher den Wald zu sehr aufgeräumt hat, wurde vielen Arten buchstäblich der Boden unter den Füßen entzogen und ihre Existenz gefährdet.

(17) Das Diezer Insektenhotel
Ein kleiner Ersatz für fehlendes Totholz in der Landschaft ist ein solches Insektenhotel. In den zahllosen Löchern – „Zimmern“ – finden die kleinen Gäste wieder ihre Unterschlupfmöglichkeiten. Wildbienen, Hummeln, Schlupfwespen, Tausendfüßler und Ohrwürmer wissen das zu schätzen.

Streckenmarkierung: Ein Dachs als Wanderführer

Lage: ca. 2,5 km / Rundwanderung mit 17 Wissens- und Spielstationen

Ausgangspunkt/ Ziel: Wanderparkplatz „Auf der Kiss“ im Diezer Vorwald

Eine besondere Ausrüstung ist nicht nötig, aber man sollte Getränke mitnehmen, da man nur durch den Wald wandert und auch keine Einkehrmöglichkeit am Start / Ziel besteht. Aber auch an den kleinen Hunger der Kinder sollte man denken!

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