Grubenwanderweg - Die Schätze der Esterau

Strecke: 6 km / 1,5 Std. Streckenwanderung, Ausgangspunkt: Laurenburg, Ziel: Holzappel bzw. Herthasee

Die Grube Holzappel wurde von 1751 bis 1952 betrieben und beschäftigte in besten Zeiten bis zu 900 Bergleute. Blei, Silber und Zink wurden abgebaut. Das Zechengelände befand sich – wie es schon der Name vermuten lässt – nahe Dörnberg- Hütte. Mit ca. 1100 m Teufe (Tiefe) gehörte die Grube Holzappel zu den tiefsten Erzbergwerken in Deutschland. Eine Idee von ihrer Bedeutung gibt auch die Tatsache, dass sich Johann Wolfgang Goethe als ehemaliger Minister und Bergbauexperte im Juli 1815 in Holzappel aufhielt. Vom Wohlstand, den der Bergbau im 18. und 19. Jh. nach Holzappel brachte, zeugen noch einige Häuser im Ort.

Wegbeschreibung

Am Lahnufer von Laurenburg, wo die B 417 den Ort tangiert, beginnt der Grubenwanderweg gleich mit einem winzigen Freilichtmuseum zur Bergbaugeschichte.

Man überquert die B 417 und steigt vorbei an einigen Informationstafeln durch den dicht bewachsenen Teil der Halde steil aufwärts. Entlang der Serpentinen des alten Bergmannspfades sieht man im Wald und Unterholz immer wieder Mauerreste der einstigen Zechenanlage. Am oberen Rand des Haldengeländes, auf einem kleinen Plateau, an dem die K 22 vorbeiführt, hält man sich links, um auf einem naturbelassenen Weg durch den Wald recht steil aufzusteigen. An der 1. Weide verlässt man diesen Weg und steigt weiter auf einem Grasweg am Zaun entlang aufwärts.

Am Wegende geht es rechts weiter an der Weide entlang auf Dörnberg zu. An der letzten Weide vor dem Ortsschild biegt man rechts ab, überquert die K 22, geht einige Schritte rechts und wendet sich dann nach links. Auf einem Feldweg mit weitem Blick ins Land geht es zunächst mehr oder weniger auf einer Höhe in nördliche Richtung. Dann führt der Weg in eine Talmulde auf einen schmalen Waldstreifen zu und steigt gleich wieder an zum Bergerhof. Hier biegt man an der Scheune vor der Hofeinfahrt rechts ab.

Mit dem Blick auf Scheidt und die Schaumburg in der Ferne geht es nun auf dem Grubenwanderweg/Grubenlehrpfad weiter. Mauerreste und andere Spuren des Bergbaus sowie Infotafeln zeugen vom Erzabbau in der Grube Holzappel.

Der Wanderweg führt zur B 417, die man zunächst rechts geht, um aber gleich wieder links hoch in den Wald zu steigen. Man hält sich weiterhin links an der Bank, ebenso an der ersten Wegkehre und steigt an der nächsten Gabelung rechts hoch. Ein schöner Grasweg auf einer Höhe führt Sie geradewegs auf den Ortsrand von Holzappel zu.

Am kleinen Platz am Ende der Waldstr., den Sie bereits kennen, empfiehlt sich nun der Abstecher durch den Ort mit einigen sehenswerten Gebäuden an der Hauptstr. Dafür biegen Sie in die 1. links, Esteraustraße und folgen ihr abwärts bis zur Hauptstraße, wo man sich rechts hält. Vorbei an Fachwerkhäusern, einigen verschieferten Fassaden und der sehenswerten Johanneskirche geht es zum Ortsrand und weiter auf einem Bürgersteig ca. 1 km lang an der B 417 zum Herthasee.

Tipp: Wer noch mehr über den Bergbau in der Esterau erfahren möchte, kann rechts und links des Weges, ab dem Bergerhof, die einzelnen Stationen des Grubenlehrpfades ansehen.



Streckenmarkierung: Weiße gekreuzte Hämmer auf braunem Untergrund.
Lage: 6 km / 1,5 Std. Streckenwanderung
Ausgangspunkt: Laurenburg
Ziel: Holzappel bzw. Herthasee



Es empfiehlt sich, den Grubenwanderweg mit dem Burgweg zu verbinden und daraus eine Rundtour Herthasee – Lahntal zu machen. Eine Verlängerung der Wanderung auf dem Grubenwanderweg ist leicht möglich, wenn man den „Grubenlehrpfad“ noch als zusätzliche Schleife geht. Einige Info-Stationen gehören zu beiden Themenwegen.

Laurenburg, Holzappel

Esterau-Museum im Rathaus Holzappel, Heimat- und Bergbaugeschichte mit einem nachgebildeten Stollen sowie die Melander-Gruft, die an den Grafen Peter Melander zu Holzappel erinnert. Öffnungszeiten: März bis Oktober So 15.00 – 17.00 und nach tel. Vereinbarung: 0 64 39 – 75 42.
Johanneskirche, Hauptstraße, Holzappel, April bis Oktober tägl. 10.00 – 17.00 geöffnet. Die klassizistische Kirche wurde 1824 – 1826 gebaut.

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